ENCODING><DECODING

Ziv Frenkel

Schritte, die wir schon gegangen sind, Schritte, die wir jetzt gehen – sie werden morgen ein Bestandteil unserer Erinnerung sein. Der Erinnerungsprozess steht in Ziv Frenkels Choreografie „encoding><decoding“ im Mittelpunkt der Performance. Frenkel begreift das Erinnern als Encoding, das Abrufen der Erinnerung als Decoding. Der Akt des Gehens wird zum Ausgangspunkt der Choreografie und übersetzt das Erinnern in einen körperlichen Prozess. Die Schritte sind Sinnbild für die ewige Bewegung nach vorne in Richtung einer Zukunft, die ohne die Vergangenheit, die vorangegangenen Schritte nicht denkbar ist.

Das Gehen, gekoppelt mit der Erinnerung und dem Reproduzieren von Erinnerung auf dem Weg in die Zukunft, formt so einen Kreislauf, der als ein immerwährendes Ritual gelesen werden kann. Mit „encoding><decoding“ bezieht sich der aus Israel stammende Tänzer Ziv Frenkel auf die Filminstallation „1001 Lights“ von Mouvement Perpétuel Montréal und schafft einen Resonanzraum in intensiver, persönlicher Auseinandersetzung mit einem prägnanten Teil der jüdischen Kultur: Im Zentrum der Filminstallation steht das wöchentliche Ritual des Kerze Entzündens zum Schabbat, das im jüdischen religiösen Alltag den Frauen obliegt. Ein Moment der Besinnung um Raum für Neues zu schaffen.

Für „encoding><decoding“ kollaboriert Ziv Frenkel mit dem Musiker und Sounddesigner Florian Tippe.

Idee I Choreografie: Ziv Frenkel I Sounddesign: Florian Tippe I Lichtdesign: Gregor Roth I Dramaturgische Beratung: Julia Keren Turbahn I Produktion: steptext dance project I Kooperationspartner: Uferstudios Berlin I Gefördert von: Senator für Kultur Bremen

In Gedenken an Denis Abrahams

TERMINE

MI 28 April (UA), 18.00 Uhr
DO 29 April , 18.00 Uhr
Schwankhalle Bremen